Tipps zur Immobilienfotografie –
Hinweise zur Fotografie von Innenarchitektur und Architektur

War es noch vor einigen Jahren Pflicht eine Großbildkamera oder eine Mittelformatkamera mit Shiftobjektiven für die Architekturfotografie und Innenarchitekturfotografie zu nutzen, so bieten aktuelle Kameraauflösungen und EBV-Programme nun die Möglichkeit qualitativ erstklassige Ergebnisse in einem Bruchteil der Zeit gegenüber der Analogfotografie zu erstellen. Die Qualität die aktuelle digitale Vollformatkameras bieten ist für die meisten Bildnutzungen in der Immobilienfotografie mehr als ausreichend.

Theoretisch ist es heute sogar möglich, brauchbare Architektur- oder Innenarchitekturfotografien schon mit dem eigenen Smartphone zu produzieren, jedoch gilt bei der Fotografie von Immobilien auch heute noch:

  • stürzende und/oder gebogene Linien von z. B. Wänden, Fensterrahmen oder Möbeln können in der Immobilienfotografie eine große Unruhe vermitteln. Sie geben zumeist nicht das wieder was wir in der Realität wahrnehmen. Der Fokus des Bildes wird so auf ein Merkmal gesetzt, welches nicht die Anmutung der Innenarchitektur oder der Gestaltung des Raumes entspricht.
    Auch hier gilt, die Wahrnehmung der Realität entspricht nicht automatisch dessen was wir auf einem Bild sehen – auch wenn das Objekt das gleiche ist. In Extremsituationen, z. B. sehr engen Räumen, kann hier ein Kosten- und Nutzenverhältnis für einen zwar nicht schönen aber annehmbaren Kompromiss in der Fotografie von Immobilien sorgen.
  • Wenn aus dem Außenbereich (z. B. Garten, Straße ... ) in einen Raum hineinfotografiert werden soll, dann ist es empfehlenswert bis zum Einbruch der Dunkelheit zu warten, damit das „im Rücken liegende Tageslicht“ sich nicht in den Fenstern reflektiert.
    Dasselbe gilt auch, wenn innerhalb eines Raumes durch eine Scheibe fotografiert werden soll. Auch hier ist die Eliminierung des Lichts, welches im Rücken steht, wichtig. Dies kann geschehen z. B. durch das Ausschalten der Beleuchtung.
    Wenn es nicht möglich ist bis zur Nacht zu warten oder das „Rückenlicht“ auszuschalten, kann ein Polfilter Abhilfe schaffen (siehe Bildbeispiele oben).
  • Zu helle und zu dunkle Bereiche – besonders bei Innenraumfotografien – können die Aufnahme düster und/oder „ausgefressen“ wirken lassen.
  • Direkt geblitze Innenarchitekturfotos werden durch das künstliche und direkte Blitzlicht verflacht und das Erscheinunngsbild des Innenraums verzerrt, da die reale Lichtsituation überstrahlt wird. Dies geschieht in der Regel auch wenn über die Decke geblitzt wird. Die Nutzung von Aufhellblitzen in der Immobilienfotogafie stellt oft hohe Anforderungen an den Fotografen – sowohl technisch als auch gestalterisch.
  • Unachtsam herumliegende Gegenstände im Motiv können das Immobilienfoto unordentlich und müllig aussehen lassen.
  • Eine gute Gestaltung der Räume ist genauso wichtig wie die richtige Perspektive und das richtige Objektiv (Brennweite) zur Erstellung eines guten Interieurfotos oder Innenarchitekturfotos. Hierbei kann – wenn ökonomisch sinnvoll – ein professionelles Home-Staging viel Arbeit ersparen und zu erstklassigen Ergebnissen führen.
  • Schöne und passende Wohnasseciors und Dekorationen (z. B. Blumen, Zeitschriften, Decken ...) sind, wenn gut ausgewählt, eine wunderbare Unterstützung um Ihre Räume in das „richtige Licht zu setzen“.

Die genannten Punkte könnten die potenziellen neuen Mieter oder Käufer einer Wohnung oder eines Geschäftsraums schon beim ersten Blick auf Ihre Werbemaßnahme (Internetseite, Flyer, Exposé, Broschüre ...) irritieren oder schlimmstenfalls ein ungenügendes Bild Ihres Angebot wiedergeben.
Natürlich wird die Entscheidung zum Kauf oder zur Miete einer Immobilie nicht durch die Qualität der Fotos entschieden – aber sicher beeinflusst.

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